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Online zur Amateurfunkprüfung Klasse A von E. Moltrecht, DJ4UF |
Lehrgang nach dem neuen Fragenkatalog vom 28.2.2007
In der Messtechnik unterscheidet man Messen und Prüfen. Prüfen ist das Feststellen der Funktionsfähigkeit einer Anlage mit Hilfe von Geräten. Man kann zum Beispiel mit einer Lampe prüfen, ob Spannung an den Klemmen eines Akkumulators vorhanden ist. Erst mit einem Spannungsmessgerät kann man die Höhe der Spannung auch messen. Übersicht
Messen ist Vergleichen. Es werden Einheiten festgelegt, beispielsweise die Maßeinheit für die Stromstärke 1 Ampere (1 A) und bei einer Messung von beispielsweise 5 A festgestellt, dass die Maßeinheit fünfmal in der Messgröße enthalten ist. Die Größen und Einheiten wurden in der ersten Lektion dieses Buches ausführlich behandelt.
Analog anzeigende MessgeräteDie meisten analog anzeigenden Messgeräte funktionieren nach dem elektrodynamischen oder dem elektrostatischen Prinzip. Dabei erzeugt die zu messende elektrische Größe zwischen dem feststehenden Messwerkteil und dem beweglichen Organ ein mechanisches Drehmoment. Meistens erzeugt der Strom in einer Drehspule, welche in einem konstanten Magnetfeld angeordnet ist, eine entsprechende Kraftwirkung. Im Amateurfunklehrgang Klasse E wurde in Lektion 17 bereits der Aufbau eines Drehspulmesswerks gezeigt. Prüfungsfrage
Die Güte wird weitgehend durch den Aufbau der Lagerung des beweglichen Organs bestimmt. Die Empfindlichkeit des Zeigerausschlags wird von der Reibung bestimmt. Betriebsmessgeräte benötigen etwa 20 bis 100 Mikroampere bei einer Spannung von 0,2 bis 1,0 V für Endausschlag. Diese sind für Funkamateure als Anzeige- und Vielfachmessgeräte geeignet. Übungsaufgabe
Den Innenwiderstand pro Volt nennt man Kennwiderstand eines Messwerks. Wenn Sie sich ein Vielfachmessgerät kaufen wollen, achten Sie außer der Anzahl der Messbereiche auf diesen Kennwiderstand. Man nennt diesen Kennwert auch Empfindlichkeit. Er sollte für die Gleichspannungsbereiche mindestens 20 kΩ pro Volt betragen. In den Wechselstrombereichen ist die Empfindlichkeit wesentlich geringer. Die Reihenfolge der folgenden Aufgaben wurde absichtlich so gewählt, weil die Lösung der Aufgabe TJ111 praktisch schon im vorstehenden Text enthalten ist. Bei der Aufgabe TJ112 ist die Spannung gegeben. Für Aufgabe TJ110 muss man wissen, dass der Strom bei Vollausschlag in jedem Messbereich gleich ist. Sie werden es im folgenden Abschnitt unter Messbereichserweiterung noch lernen. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Messbereichserweiterung
Sollen höhere Spannungen gemessen werden, als für das Messwerk zulässig, kann man die Spannung, die zuviel ist, an einem Vorwiderstand RV abfallen lassen. Die Berechnung erfolgt nach dem ohmschen Gesetz. Prüfungsfrage
Lösung: Die Spannung am Messwerk beträgt Nach Bild 16-1a müssen 49,9 V am Vorwiderstand abfallen. Der Strom ist in der Reihenschaltung überall gleich. Man hätte auch folgendermaßen rechnen können. Der Gesamtwiderstand beträgt Prüfungsfrage
Tipp: Siehe Lösung oberhalb!
Prüfungsfrage
Bei der Messbereichserweiterung eines Strommessers wird der Strom, der über den Maximalstrom des Messwerks hinaus geht, mit einem Parallelwiderstand (auch Shunt genannt) nach Bild 16-1b am Messwerk vorbeigeleitet. Prüfungsfrage
Lösung: I = 1 A - 0,001 A = 0,999 A Prüfungsfrage
Lösung: Wie in der vorigen Aufgabe berechnet, müssen 0,999 A umgeleitet werden. Die Spannung am Messwerk und damit auch an Rp wird zunächst berechnet. Lösung ohne Formelrechnung: Durch das Messwerk fließt 1/1000 des Gesamtstroms, wenn der Shunt zirka 1/1000 des Widerstandes des Messwerks (= 0,3 Ohm) hat. Wenn der Messwerksinnenwiderstand bekannt ist, kann man viel einfacher mit folgenden Formeln rechnen, um den Shunt oder Vorwiderstand zu ermitteln.
Bei TJ102 ist der Messwerksinnenwiderstand 1 kΩ und es soll von 0,1 V auf 50 V erweitert werden. Der Erweiterungsfaktor ist also 500. Damit berechnet sich der Vorwiderstand zu Bei Prüfungsaufgabe TJ106 ist der Messwerksinnenwiderstand 300 Ω und der Erweiterungsfaktor von 1 mA nach 1 A ist 1000. Damit ist der Parallelwiderstand
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Lösung: Es muss ein Parallelwiderstand sein.
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
MessgeräteklassenWichtig für den Funkamateur ist auch die Kenntnis der Bedeutung der Messgeräteklassen. Nach der Größe des zulässigen Anzeigefehlers werden Messgeräte in sieben Messgeräteklassen eingeteilt.
Die angegebenen Zahlenwerte geben den maximal zulässigen prozentualen Fehler eines Messgerätes bezogen auf den Skalenendwert an. Prüfungsfrage
Lösung: 1,5 % von 300 V sind ±4,5 V Merke: Ein Messgerät zur Spannungs- oder Strommessung soll möglichst im oberen Drittel des Anzeigebereichs betrieben werden. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Lösungsweg: 10 V ist Endausschlag, also dort, wo die 100 steht. Zählen Sie zurück 9 (bei der 90) 8, 7 ... bis zum Zeigerstand kurz unter der drei, also 2,9 ...
Prüfungsfrage
Lösungsweg: 300 V ist Endausschlag, also dort, wo die 30 steht. Zählen Sie zurück 250 (bei der 25) 200, 150 ... bis zum Zeigerstand kurz unter der 100, also 88.
MessgleichrichterDrehspulmesswerke sind nur für Gleichstrom einsetzbar. Bei Anlegen einer Wechselspannung würde der Zeiger hin- und herpendeln und den Mittelwert Null anzeigen. Man hilft sich hier, indem man über einen guten Messgleichrichter die Wechselspannung für die Messung gleichrichtet.
Wenn Wechselspannungen mit solchen Drehspulmessgeräten mit Messgleichrichter gemessen werden, gelten die Anzeigewerte der Skala nur für sinusförmige Wechselspannungen. Bei anderer Kurvenform zeigt das Messgerät einen falschen Wert. Für die Messung von Wechselspannungen anderer Kurvenform gibt es das Dreheisenmesswerk. Dieses Messwerk reagiert unabhängig von der Stromrichtung. Es benötigt keinen Gleichrichter. Allerdings benötigt es eine relativ hohe Leistung und ist als Feinmessgerät nicht geeignet. Man benutzt es für große Ströme. Bei Leistungsmessungen im GHz-Bereich verwendet man spezielle Thermoumformer. Über eine Anzapfung an der Dummy Load nimmt einen Teil der Leistung ab und wandelt sie über den Thermoumformer in eine Gleichspannung um. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Digital anzeigende Messgeräte
Ein Vorteil digital anzeigender Messgeräte ist, dass Ablesefehler weitgehend vermieden werden. Aber die Messgenauigkeit von billigen Digitalmultimetern ist oft geringer als die von guten analog anzeigenden Messgeräten. Bei digitalen Spannungsmessern ist neben der Genauigkeitsklasse noch die Messunsicherheit der letzten Ziffer der digitalen Anzeige mit ±1 Stelle zu berücksichtigen. Allerdings benötigen digital anzeigende Geräte immer eine Batterie, während es analoge Messgeräte gibt, die rein passiv arbeiten und keine Stromquelle benötigen. Einen weiteren Nachteil haben digital anzeigende Messgeräte. Man kann nicht so leicht den Verlauf einer Spannung oder eines Stroms beobachten, wenn man beispielsweise einen Akku lädt. Man muss sich bei einem Digitalmessgerät immer einen Zahlenwert merken und rechnen, was sich inzwischen geändert hat. Digitale Messgeräte werden meistens als so genannte Multimeter ausgeführt. Sie dienen außer der Spannungs- und Strommessung auch der Messung von Widerständen, Dioden und häufig auch noch Kapazitäten, Induktivitäten, Leistungen oder Frequenzen.
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Das OszilloskopMit einem Oszilloskop werden Zeitverläufe von Spannungen sichtbar gemacht. Die Anzeige erfolgt entweder mit einer Elektronenstrahlröhre (KO Katodenstrahloszilloskop) oder mit einem LCD-Display. Mehr dazu wurde bereits im Amateurfunklehrgang Klasse 3 ausgeführt und Ablesungen von Spannungsamplituden und Frequenzen in der Lektion 11 unter "Sinusförmige Signale" geübt. Dazu gibt es auch im Fragenkatalog zur Klasse 1 und 2 noch ein paar Prüfungsfragen im Kapitel 1.10 Messungen und Messinstrumente. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Damit stehende Bilder auf dem Display eines Oszilloskops entstehen, wird jede Schwingung bei einem bestimmten Amplitudenwert getriggert (gestartet). Ohne Triggereinrichtung erhielte man nur ein durchlaufendes Band.
Prüfungsfrage
Um den Eingangswiderstand zu erhöhen und damit das Messobjekt weniger zu belasten, gibt es sogenannte Vorteiler-Tastköpfe. Im Prinzip besteht ein solcher Tastkopf aus einem Vorwiderstand, der mit dem eigentlichen Eingangswiderstand des Oszilloskops einen Spannungsteiler von normalerweise 10 : 1 bildet. Prüfungsfrage
Verschiedene KurvenformenMit dem Oszilloskop können Gleich- und Wechselspannungen gemessen werden. Bei Wechselspannungen liest man den Spitze-Spitze-Wert ab, teilt durch zwei und erhält den Spitzenwert und berechnet daraus den Effektivwert mittels Formfaktor. Der Formfaktor gibt das Verhältnis von Spitzenwert zu Effektivwert an. Bei sinusförmigen Wechselspannungen ist der Spitzenwert √2-mal so groß wie der Effektivwert. Bei Sägezahn- und Dreiecksspannungen beträgt der Formfaktor √3 , bei symmetrischen Rechteckspannungen sind Spitzenwert und Effektivwert gleich groß.
Übungsaufgabe
Lösungen: Leistungen sind immer Effektivwerte. Der Spitzenwert beträgt Uss/2 = 5 V. Damit ergibt sich folgende Rechnung für den Effektivwert und die Leistung.
Absorptionsfrequenzmesser
Schließt man an einen passiven Schwingkreis hoher Güte auf der einen Seite eine (kurze) Antenne und auf der anderen Seite einen AM-Demodulator mit Messgerät nach Bild 16-5 an, hat man ein HF-Messgerät, mit dem man passiv Senderfrequenzen und Oberwellen feststellen kann. Die Anzeigegenauigkeit ist allerdings nicht besser als 5 %, aber mit einem Frequenzzähler kann man Oberwellen nicht messen, wenn die Grundwelle auch noch vorhanden ist. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
FeldstärkeanzeigerZum Prüfen der Feldstärke - nicht zum Messen - ist folgende einfache Schaltung aus einer HF-Diode und einem kurzen Dipol geeignet. Die Spulen sind HF-Drosseln. Man hält den Dipol parallel zur Antenne.
Prüfungsfrage
Das DipmeterMit einem sogenannten Dipmeter (Dip = Einbruch) kann man Resonanzfrequenzen von Schwingkreisen und Antennen messen. Ein Dipmeter (Dipper) ist im Prinzip ein Oszillator, bei welchem die Schwingkreisspule nach außen geführt wird, um den Schwingkreis dieses Oszillators durch das Messobjekt zu beeinflussen, so dass der Oszillator nicht mehr so gut schwingt. Der Rückgang der Schwingamplitude wird durch eine Anzeige sichtbar gemacht.
Bei der Messung nähert man sich dem Messobjekt vorsichtig und verändert die Frequenzeinstellung am Dipmeter bis man eine Reaktion der Anzeige bemerkt. Dann vergrößert man den Abstand, um eine möglichst lose Kopplung zu erhalten, damit man den Schwingkreis nicht verstimmt. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Präzise Frequenzmessungen sind allerdings mit einem Dipmeter nicht möglich. Die Anzeigegenauigkeit bei einem Dipper ist meist nicht besser als ±3 bis %. Prüfungsfrage
Lösung: Die Frequenzabweichung beträgt Um 213 kHz nach oben oder nach unten kann der Wert von der derzeitigen Anzeige abweichen. Damit ist man im 40-m-Band unter Umständen schon außerhalb des Bandes. Also für die Frequenzmessung ist solch ein Dipmeter nicht geeignet. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Mit dem Dipmeter kann man auf indirektem Wege auch Induktivitäten messen, indem man diese mit einer bekannten Kapazität parallel schaltet und dann die Resonanzfrequenz bestimmt. Man berechnet die Induktivität dann nach der umgestellten Thomsonschen Schwingkreisformel. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Zum Eigenbau solch eines Dipmeters gibt es in der Lektion 19 eine Schaltung und Aufbauhinweise.
Die RauschbrückeSpeziell für die Messung von Antennenimpedanzen wird die Rauschbrücke verwendet. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen Hochfrequenzgenerator, der ein großes Spektrum von Frequenzen gleichzeitig abstrahlt (Rauschen). Diese Hochfrequenz wird auf eine Messbrücke gegeben, die auf der einen Seite aus zwei gleichen Wicklungen eines HF-Trafos besteht und auf der anderen Seite aus einem einstellbaren RC-Glied und dem zu messenden Antennenfußpunkt, der über eine Kapazität eingekoppelt wird. Zur "Anzeige" wird ein Empfänger verwendet, der auf die Frequenz eingestellt wird, für welche die Fußpunktimpedanz gemessen werden soll.
Obiges Bild zeigt den wichtigsten Teil einer Rauschbrücke. Eine komplette Schaltung finden Sie in der Lektion 19: Eigenbau Schaltungen. Über den Trafo wird ein Breitbandrauschen eingekoppelt. Die Messung einer Antennenimpedanz geht dann so vor sich. Den Fußpunkt der Antenne verbindet man mit einer sehr kurzen Leitung direkt an der Antenne mit ZX. Ein Portabelempfänger wird bei RX angeschlossen und auf die Messfrequenz eingestellt. Dann verstellt man R und C solange, bis das hörbare Rauschen am leisesten ist und liest auf der vorher kalibrierten Skala die Werte R und C ab. Frequenzzähler Das Prinzip dieser Frequenzzähler ist, dass für eine bestimmte einstellbare Torzeit die ankommenden Impulse gezählt werden. Je höher die Auflösung sein soll, desto mehr Impulse müssen gezählt werden, also eine lange Torzeit eingestellt werden. Sehr genaue Frequenzmessungen erreicht man mit einem Frequenzzähler mit hoher Auflösung (Anzahl der Stellen) und einer Temperatur stabilisierten Quarzzeitbasis. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Lösung: 1 ppm (parts per million) von 1 MHz sind 1 Hz. Bei 100 MHz sind es also 100 Hz. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Lösung: 1 ppm bei MHz ist Hz. 10 ppm wären 10 Hz. Also kann nur über die Zehnerstelle eine genaue Aussage gemacht werden.
Prüfungsfrage
Kommentar: Das Prinzip dieser Frequenzzähler ist, dass für eine bestimmte einstellbare Torzeit die ankommenden Impulse gezählt werden. Je höher die Auflösung sein soll, desto mehr Impulse müssen gezählt werden, also eine lange Torzeit eingestellt werden.
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Kommentar: 1 ppm bei MHz sind Hz, also ist die Genauigkeit 145 Hz. Dazu kommt der Abstand durch die benötigte Bandbreite. Macht zusammen 3 kHz plus 145 Hz.
Prüfungsfrage
Lösung: 0,001 sind 1 Tausendstel - aus Kilohertz werden Hertz. Prozent sind davon 1 Hundertstel, also zwei Nullen ab von 14100.
Für die Messung sehr hoher Frequenzen kann man einen Frequenzzähler mit einem "Vorteiler" versehen. Üblich ist, die Frequenz um den Faktor 10 herunter zu setzen und dann die Frequenz mit dem Zähler zu messen. Dann ist die Anzeige um den Faktor 10 geringer als die wirkliche Frequenz. Prüfungsfrage
Kommentar: Der Frequenzteiler teilt die gemessene Frequenz. Also ist die gemessene Frequenz entsprechend höher!
Der SpektrumanalysatorEin Spektrumanalysator kann die Hochfrequenzausgangsamplitude eines Senders in Abhängigkeit von der Frequenz darstellen. Dazu besitzt der Spektrumanalysator (englisch: Analyzer) einen Empfänger mit "Wobbeloszillator", der schnell seine Frequenz in einem bestimmten Frequenzbereich (Wobbelbandbreite) hin und her verändert. Das empfangene Signal wird dann auf einem Bildschirm (Display) angezeigt. Die Wobbelbandbreite kann für die Messung von Nebenwellenausstrahlungen sehr breit eingestellt und für Messungen der Senderbandbreite sehr schmal eingestellt werden.
In allen drei Fällen handelt es sich um einen SSB-Sender, der mit einem Zweitonsignal mit zwei gleich großen Signalamplituden ausgesteuert wurde. Im Bild A sind deutlich die beiden Frequenzen ohne nennenswerte Nebenausstrahlungen zu erkennen. Im Bild B wurden die NF-Amplituden zur Aussteuerung des Senders erhöht. Dadurch entstehen außer den beiden gewünschten Frequenzen noch zusätzliche Nebenfrequenzen, die im Bild C noch stärker ausgeprägt sind und starke "Splatter-Störungen" in der Nähe der Sendefrequenz bewirken. Der Sender darf so nicht betrieben werden. Bei breitbandiger Einstellung des Spektrumanalysators (z.B. Mittenfrequenz 144 MHz und jedes Kästchen horizontal 100 kHz) wurden bei Eintonaussteuerung eines Senders folgende Signale sichtbar gemacht.
Bei Bild A ist bei einer eingestellten Dynamik von 100 dB (Vertikalamplitude) nur ein einziges Signal zu sehen. Der Sender arbeitet einwandfrei. Bei Bild B sind mit einer Unterdrückung von zirka 60 dB einige Nebenausstrahlungen zu sehen, die in benachbarten Frequenzbereichen zu Störungen führen können. Im Bild C ist besonders in der Nähe der Sendefrequenz aber auch noch in einigen 100 kHz Abstand vom Träger ein starkes Rauschen zu erkennen. Der Sender darf so nicht betrieben werden. Prüfungsfrage
Das StehwellenmessgerätIm Amateurfunklehrgang Klasse E wurde in der Lektion 10 unter Antennenanpassung ausführlich erläutert, was Stehwellen auf einer Leitung sind und in der Lektion 17 unter Messtechnik an einigen Beispielen gezeigt, wie man das Stehwellenverhältnis berechnen kann. Den Aufbau eines Stehwellenmessgerätes haben Sie aber noch nicht kennen gelernt. Ein SWR-Meter besteht aus einem Richtkoppler und einer Anzeige. Der Aufbau eines solchen Richtkoppler wird in der Lektion 19: Eigenbau Schaltungstechnik ausführlich beschrieben. So sieht die Schaltung aus.
Die Messung geht nun folgendermaßen vor sich. Man schickt die zu messende Hochfrequenz durch das innere Koaxkabel zur Antenne. Dann misst man die Spannung an einem Ende, schaltet um und misst die Spannung am anderen Ende der anderen Stegleitung. Aus diesen Spannungswerten kann man gemäß folgender Formel das Stehwellenverhältnis (SWR) berechnen. Ein SWR ist also immer größer als Eins. Man gibt es meistens als Verhältnis bezogen auf 1 an, beispielsweise 3 : 1 oder 1,5 : 1. Das beste SWR ist 1 : 1. Viele moderne Sender regeln die Leistung automatisch zurück, wenn das SWR schlechter als 2 : 1 wird. In diesem Fall muss man die Antennenanlage anpassen. Mehr zur Anpassung und zur Messung und zur Berechnung des Stehwellenverhältnisses haben Sie bereits in der Lektion 10: HF-Leitungen kennen gelernt. Prüfungsfrage
Siehe auch Lektion 10 HF-Leitungen, Definition SWR. Prüfungsfrage
Siehe auch Lektion 10 HF-Leitungen, Definition SWR. Prüfungsfrage
Siehe auch Lektion 10 HF-Leitungen, Definition SWR. Prüfungsfrage
Siehe auch Lektion 10 HF-Leitungen, Definition SWR. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Praktische MesstechnikGleichstrommessungen
Messgeräte zur Spannungsmessung werden grundsätzlich zur zu messenden Spannung parallel geschaltet. Strommesser müssen in Reihe in den Stromkreis geschaltet werden. Häufig ist das Auftrennen des Stromkreises schwierig, um einen Strom messen zu können. Dann hilft man sich so, indem man an einem vorhandenen Widerstand, die Spannung misst und den Strom berechnet. Dies nennt man "indirekte Strommessung". Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Wie man im Bild 16-13 erkennt, fließt bei einer Spannungsmessung auch Strom durch das Messgerät. Dies gibt systematische Messfehler bei Messungen an hochohmigen Spannungsteilern.
Prüfungsfrage
Lösung ohne Messgerät: Für einen Vergleich rechnen wir zunächst einmal die Spannung am unteren Widerstand aus, wenn das Messgerät nicht angeschlossen wäre. Normaler Spannungsteiler
Rechnung mit angeschlossenem Messgerät: Zunächst wird der Innenwiderstand des Messgerätes berechnet und zwar nach dem Prinzip: Innenwiderstand ist Empfindlichkeit mal Bereich. Der untere Widerstand besteht also aus der Parallelschaltung von zwei Widerständen zu je 200 kΩ. Das ergibt 100 kΩ. Zwei Widerstände zu je 100 kΩ teilen die Spannung 2 : 1. Es werden also 5 V gemessen. Diese Lösung müssen Sie ankreuzen. Bei der Spannungsmessung muss man darauf achten, dass der Innenwiderstand des Messgerätes viel größer ist als der des Messobjekts. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
WiderstandsmessungenUm einen Widerstand auszumessen gibt es Ohmmeter. Man schaltet dabei eine Batterie in den Stromkreis und misst den Strom. Die Skala ist dann bereits in Ohm eingeteilt. Bei der indirekten Widerstandsmessung misst man Spannung und Strom an einem Widerstand. Dabei gilt es auf folgende Fehlermöglichkeiten zu vermeiden.
Bild A zeigt die stromrichtige Messung. Die Spannung am Widerstand wird leicht falsch gemessen, nämlich um den Spannungsabfall am Innenwiderstand des Strommessers. Bild B zeigt die spannungsrichtige Messung. Jedoch wird der Strom falsch gemessen, weil durch den Strommesser auch noch der zusätzliche (geringe) Messwerkstrom durch den Spannungsmesser angezeigt wird. Für die jeweilige Messung muss man sich entscheiden, welche der beiden Schaltungen in diesem Fall besser ist. Bei einem hochohmigen Widerstand fließt wenig Strom. Da würde der Fehlerstrom an Schaltung B viel ausmachen, also wählt man besser Schaltung A. Bei einem niederohmigen Widerstand fließt viel Strom durch den Widerstand. Es stört der Fehlerstrom kaum. Also wählt man Schaltung B. Prüfungsfrage
Messungen an Verstärkern
Mit einem einfachen Gleichstrommessgerät kann man recht gut Fehler an Transistorschaltungen lokalisieren. Im Normalfall sollte bei obiger Emitterschaltung am Punkt C (Kollektor) die halbe Betriebsspannung zu messen sein. So genau kommt es nicht drauf an. Wenn man bei 10 Volt Betriebsspannung dort 4 bis 7 Volt misst, müsste die Schaltung auch noch funktionieren. Am Emitterwiderstand sollte etwa ein Zehntel der Betriebsspannung liegen. Am Punkt E müsste man also in diesem Fall etwa 1 Volt (0,5 bis 1,5) messen. An der Basis (B) aber muss die Spannung genau 0,6 Volt höher sein als am Emitter, also etwa 1,6 Volt gegenüber Masse. Wenn am Emitter (Punkt E) die Spannung Null oder am Kollektor (Punkt C) volle Betriebsspannung ist, fließt kein Strom. Der Transistor ist wahrscheinlich kaputt oder der Transistor bekommt keinen Basisstrom, wenn die Basis nach Masse kurzgeschlossen ist oder der obere Spannungsteilerwiderstand hochohmig geworden ist. Wenn die Spannung am Emitterwiderstand dagegen sehr hoch ist, hat der Transistor wahrscheinlich einen Kurzschluss. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Mit einem Oszilloskop kann man viel genauer feststellen, welcher Fehler vorliegt. Ein Funkamateur, der NF- oder HF-Schaltungen selber aufbaut, sollte sich ein Oszilloskop zulegen. An den Eingang des Verstärkers legt man ein sinusförmiges Signal und beobachtet gleichzeitig dieses Eingangssignal und das Ausgangssignal. Das Ausgangssignal muss natürlich verstärkt worden sein, also eine mindestens zehnmal größere Amplitude haben und die Kurvenform der Signale muss übereinstimmen. Ist das Signal am Ausgang oben oder unten abgeflacht, liegt der Arbeitspunkt nicht in der Mitte. Ist das Signal sowohl oben wie auch unten abgeflacht. liegt eine Übersteuerung vor. Das Eingangssignal oder die Verstärkung muss reduziert werden. Bei bestimmten Ausgangsformen von verzerrten sinusförmigen Hochfrequenzsignalen kann man erkennen, dass durch Verzerrung Oberwellen entstanden sind.
Im Bild 16-16 beispielsweise ist die erste Oberwellen (zweite Harmonische) des sinusförmigen Signals entstanden. Man erkennt es daran, dass genau die doppelte Frequenz als Überlagerung der Sinuskurve zu sehen ist (siehe Lektion 11: Nichtsinusförmige Signale!). Prüfungsfrage
Siehe auch lektion 12! Prüfungsfrage
Messungen an Oszillatoren Wenn man mit einem Oszilloskop die Signalform ansehen oder mit einem Frequenzzähler die Frequenz eines Oszillators messen will, muss man darauf achten, dass sich bei der Messung die Frequenz nicht verändert, denn jedes Messgerät hat eine Eingangskapazität. Deshalb misst man die Frequenz erst hinter der Pufferstufe, denn die Frequenz ändert sich dadurch ja nicht. Möchte man die Kurvenform beobachten, kann man auch direkt am Oszillator messen. Allerdings muss man damit rechnen, dass dann die Frequenz nicht mehr stimmt und dass eventuell der Oszillator durch den Eingangswiderstand bedämpft wird. Deshalb muss man in diesem Fall einen Teilertastkopf verwenden. Prüfungsfrage
Messungen an Sendern Prüfungsfrage
Mit einem Oszilloskop kann man das Ausgangssignal eines Senders beobachten. Man moduliert mit einer konstanten Niederfrequenz und triggert das Oszilloskop auf die NF. Dann erhält man ein stehendes Bild des Hüllkurvensignals, während das HF-Signal ein durchgehendes Band (Fläche) darstellt. Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Lösung: Jede Reihe hat 600 Ohm. 600 : 50 = 12. Es werden 12 Reihen á 4 Widerstände benötigt, also 48 Stück. Diese 48 Widerstand werden gleich belastet. Zusammen ergeben sich also 48 Watt.
Prüfungsfrage
Lösung: Die Hälfte der Messspannung, also 7,65 V plus Spannungsabfall an der Diode, also 7,88 V ist der Spitzenwert. Davon der Effektivwert ergibt 5,57 V. Diese Spannung liegt an der Parallelschaltung von 56 Ω und 470 Ω (ergeben genau 50 Ω). Damit berechnet sich die Leistung.
Prüfungsfrage
Lösung: Die Hälfte der Messspannung also 7,65 V plus Spannungsabfall an der Diode, also 7,88 V ist der Spitzenwert. Davon der Effektivwert ergibt 5,57 V. Vor dem 10:1-Spannungsteiler sind es 55,7 V. Daraus berechnen wir die Leistung
Messung der SenderleistungWenn man einen SSB-Sender mit einem sinusförmigen Ton moduliert, erhält man als Ausgangssignal nur eine einzige Frequenz. Dies bedeutet, dass es keine Hüllkurve gibt. Es sieht genau so aus wie ein CW-Träger. Um die Modulation eines SSB-Senders beurteilen zu können, muss man den Sender mit zwei verschiedenen Tönen gleicher Amplitude ausmodulieren. Man nennt dieses Signal ein Zweiton-SSB-Testsignal. Dieses sieht dann genau so aus wie ein Doppelseitenbandsignal (DSB).
Bei SSB-Sendern wird meistens die Spitzen-Hüllkurvenleistung angegeben. Das ist der Effektivwert der Leistung für den höchsten Punkt der Hüllkurve, bevor der Sender übersteuert. Zur Messung wird der Sender mit einem Zweitonsignal ausgesteuert und an einer 50-Ohm-Dummy-Load (Widerstand als künstliche Antenne) die Spitzenspannung gemessen oder mit einem Oszilloskop angezeigt. Steht kein Zweitonoszillator zur Verfügung, kann die Messung auch mit einer Eintonaussteuerung (CW) erfolgen. Jedoch wird die Spannung etwas kleiner sein, da die Betriebsspannung bei dieser Vollaussteuerung wegen des höheren mittleren Stroms etwas geringer wird. Diese Leistung nennt man dann Sinusleistung. Die hohe Wechselspannung an der Ausgangsbuchse eines Senders direkt zu messen, führt gelegentlich zu Problemen. Deshalb wird gern an der Ausgangsbuchse ein Spannungsteiler angeschlossen und dann mit einer Diodenschaltung diese geringe Teilspannung gleichgerichtet und mit einem einfachen Gleichstrominstrument gemessen. So kann man eine Aussage machen über die ungefähre Ausgangsleistung. Allerdings stimmt die Berechnung nur, wenn der Sender mit seinem Nennausgangswiderstand (50 Ohm) abgeschlossen ist. Bei einem schlechten SWR misst man unter Umständen eine viel zu hohe oder zu niedrige Spannung. Prüfungsfrage
Lösung: Die HF-Leistung wird der Parallelschaltung aus zweimal 110 Ω und 660 Ω zugeführt. Die Spannung an diesem Widerstand von 50,77 Ω beträgt Am Spannungsteiler liegt die Hälfte davon, alsp 3,56 V. Der Spitzenwert davon ist 5,03 V und wegen des Spannungsabfalls an der Diode ergeben sich 4,8 V.
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Prüfungsfrage
Lösung: Aus dem Diagramm kann man Ablesen, dass der Spitzenwert 60 V beträgt. Für die PEP-Leistung benötigt man den Effektivwert bei dieser Spitze. Der Effektivwert beträgt 0,707 mal 60 V, also 42,42 V. Vor dem 2:1-Teiler beträgt die Spannung also 84,84 V. Damit berechnet sich die Leistung zu
Prüfungsfrage
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Prüfungsfrage
Hinweis zum BegleitbuchDieser Online-Lehrgang wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors aus seinem Buch für das Internet umgewandelt.
Dieser Lehrgang basiert auf dem Prüfungsfragenkatalog Feb. 2007 der Bundesnetzagentur (BNetzA). Alle darin vorkommenden Themen wie Grundlagen der Elektrotechnik, Elektronik sowie Sender- und Empfängertechnik, Übertragungstechnik, Antennentechnik und Messtechnik aus dem Gebiet "Technische Kenntnisse" werden ausführlich erläutert. Die Erfahrung mit praktischen Lehrgängen wird genutzt, um den Prüfling in die Lage zu versetzen, jede Frage aus dem Fragenkatalog richtig zu beantworten. Dieses Buch ist auch sehr gut für das Selbststudium geeignet. Dieser Lehrgang baut auf dem Lehrgang für die Klasse E auf. Sie sollten also erst den Lehrgang für das Amateurfunkzeugnis Klasse E durchgearbeitet haben oder zumindest bei Verweisen dort nachlesen können. *) Wenn Sie noch vor dem 1. Juni die Prüfung Klasse A (nach dem alten Fragenkatalog Klasse 1+2) machen wollen, sollten Sie sich dieses Buch besorgen, denn es wird in Kürze ausverkauft sein. Bis Ende Mai wird noch nach dem alten Fragenkatalog geprüft. Dieses Buch online bestellen
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